Eindämmen der ASP: THW unterstützt mit Drohnen

THW-Helfer aus Cloppenburg, Quedlinburg und Berlin finden verendete Tiere mit Wärmebildkameras

Suche nach verendeten Tieren: Die Drohnen des Technischen Hilfswerks sind mit Wärmebildkameras ausgestattet. (Quelle: THW/Steffen Ahlers)

Suche nach verendeten Tieren: Die Drohnen des Technischen Hilfswerks sind mit Wärmebildkameras ausgestattet. (Quelle: THW/Steffen Ahlers)

Drei Spezial-Trupps des Technischen Hilfswerks (THW), ausgestattet mit Drohnen, unterstützen zurzeit das Land Brandenburg bei der Eindämmung und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der Auftrag der neuen Einheit "Unbemannte Luftfahrtsysteme": Sie sollen mit Hilfe ihrer Wärmebildkameras, verendete Tiere finden. Für die Helfer des Ortsverbandes Cloppenburg war es der erste Drohneneinsatz.

In bis zu 20 Metern Höhe fliegt die Drohne langsam über Felder in der Region rund um die Stadt Fürstenwalde/Spree. An der Funksteuerung auf dem Boden: THW-Drohnenführer Florian Hirsch aus dem Ortsverband Cloppenburg. Es ist Hirschs erster Drohneneinsatz mit dem THW-Trupp "Unbemannte Luftfahrtsysteme". Geübt haben die drei Helfer des Trupps in den vergangenen Monaten schon oft. Einen Einsatz mit ihrer Drohne hatten sie bislang noch nicht - bis zum 19. Oktober. "Wir waren eine Woche im Einsatz, um den Behörden vor Ort in Brandenburg zu helfen", sagt Truppführer Steffen Ahlers. Gemeinsam mit Helfern des THW-Ortsverbandes Fürstenwalde/Spree suchten sie mit ihren Wärmebildkameras, die an den Drohnen befestigt sind, nach verendeten Tieren. Die Wärmebildkamera erfasst aus der Luft Temperaturunterschiede am Boden. "Unsere Aufgabe war es, Tierkadaver zu finden und den Standort dann an den Landkreis zu melden", so Ahlers. So können gegebenenfalls die ausgewiesenen Schutzzonen verändert werden.

Im Land Brandenburg wurden Anfang September die ersten Fälle der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen. Seit September kursiert in den Kreisen Spree-Neiße, Märkisch-Oderland und Oder-Spree sowie der Stadt Frankfurt (Oder) die Schweinepest. Sie ist für Menschen ungefährlich, endet für Schweine aber meist tödlich. Zum Schutz von Schweinen in Brandenburg richteten die betroffenen Kreise spezielle Schutzzonen ein. Die Tiere infizieren sich häufig an Kadavern von Wildscheinen oder an anderen, infizierten Artgenossen.

600 Hektar im Blick

Um zu verhindern, dass sich die Krankheit im Bundesland Brandenburg weiter ausbreitet, wurden drei THW-Trupps "Unbemannte Luftfahrtsysteme" aus den drei Ortsverbänden Cloppenburg, Berlin Steglitz-Zehlendorf und Quedlinburg angefordert. Mit Hilfe der Thermografie-Technik suchten die THW-Kräfte jüngst eine Fläche von ca. 600 Hektar Wald-, Feld- und Ackerflächen nach Wildschweinkadavern ab. Zusätzlich entsandte das THW Mitte September Fachberaterinnen und Fachberater als Verbindungspersonen in die Krisenstäbe der Landkreise und nach Frankfurt (Oder). Sie arbeiten dort zur fachlichen Unterstützung und informieren über geeignete Aufgabenschwerpunkte des THW.

 

Quelle: PM THW Landesverband Bremen, Niedersachsen vom 28. Oktober 2020, Cloppenburg/Brandenburg/Quedlinburg/Berlin



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