Den Betroffenen eine Stimme geben! 

Heute: Wolfsbestand und Monitoring

Die Schäferin Monika Pröll (Quelle: Screenshot YouTube)

Die Schäferin Monika Pröll (Quelle: Screenshot YouTube)

Zu einem guten Wolfsmanagement gehört zweifelsohne ein konsequentes Monitoring des Wolfsbestandes. Monika Pröll, Schäferin im südöstlichen Brandenburg, stellt sich sehr oft die Frage nach der Anzahl der Wölfe, von denen ihre Herden betroffen sind.

Dass es ein überaus anspruchsvolles Unterfangen ist, die Anzahl der Wildtiere einer Art zu ermitteln, die in einem bestimmten Gebiet vorkommen, ist eine alte wildbiologische Binsenweisheit. Schon der bekannte Eberswalder Wildbiologe Lutz Briedermann gab daher einem seiner Lehrbücher den aufschlussreichen Titel: „Der Wildbestand, die große Unbekannte!“

Problematisch ist es allerdings, wenn die Ermittlung der Höhe des Wolfsbestandes in einem Land so ungenau ist, dass sich die von diesen Wildtieren Betroffenen komplett allein gelassen fühlen. So wie Monika Pröll geht es in Brandenburg leider sehr vielen Weidetierhaltern. Denn der Bestand an Wölfen wird nicht in Individuen, sondern in Rudeln, Paaren und Einzelgängern ermittelt. Und leider läuft die Ermittlung dieser Daten der realen Situation immer zwei bis drei Jahre hinterher. Der Akzeptanz für den Wolf ist dies mit Sicherheit nicht förderlich. 

Quelle: WOLF BLEIBT WOLF in Brandenburg! by Forum Natur Brandenburg e.V.

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