Boykott der neuen Jagdzeitenverordnung in Meck-Pomm.

LJV wirft Landwirtschaftsminister Backhaus Wortbruch vor und appelliert an die Waidgerechtigkeit seiner Mitglieder

Rehböcke dürfen jetzt beispielsweise vom 16.04.- 31.01. bejagt werden, anstatt nur vom 01.05.-15.10. (Foto: gamagapix)

Rehböcke dürfen jetzt beispielsweise vom 16.04.- 31.01. bejagt werden, anstatt nur vom 01.05.-15.10. (Foto: gamagapix)

Mecklenburg-Vorpommern: Am 18.03.2020 hat der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus die geplante Jagdzeitenverordnung unterzeichnet.

Darin wird unter anderem die Jagdzeit auf bestimmtes Schalenwild vom 16.4. bis 31.1. ausgedehnt.

Die Jägerschaft des Landes hatte sich im Vorfeld in großer Mehrheit gegen die Umsetzung dieser Verordnung ausgesprochen, da sie in erheblichem Maße wissenschaftliche Empfehlungen zu einem ausgewogenen Verhältnis von Jagd und Ruhezeiten für das Wild negiert und nicht tierschutzkonform ist.

Der Minister hatte nach Ablehnung durch das Präsidium des Landesjagdverbandes und auch großer Teile der Jägerschaft des Landes Gesprächsbereitschaft signalisiert und versichert, man werde eine Konsenslösung finden.

Mit seiner Unterschrift hat der Minister sein Wort gegenüber dem Landesjagdverband gebrochen. Der Verband ist tief enttäuscht und wird nun alle rechtlichen Schritte prüfen, um die Umsetzung dieser Jagdzeitenverordnung doch noch zu unterbinden.

Gleichzeitig appelliert der Verband an die Weidgerechtigkeit der Jägerschaft, diese Verordnung nicht umzusetzen.

 

Quelle: Pressemeldung des Landesjagdverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. vom 24. März 2020, Parchim, OT Damm

 

Anm. d. Red.: Neben den Jagdzeitenverlängerungen und die Aufnahme des Nandus ins Jagdrecht, gibt es noch folgende Änderungen bezüglich des Einsatzes von Nachtzieltechnik:

„Abweichend von § 19 Absatz 1 Nummer 5a des Bundesjagdgesetzes ist es erlaubt,

a) Nachtsichtgeräte mit Montagevorrichtung für Schusswaffen sowie Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze als Zielhilfen sowie

b) Künstliche Lichtquellen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles

Beim Erlegen von Schwarzwild zu verwenden. Die waffenrechtlichen Bestimmungen bleiben davon unberührt.“

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