Autofahrer auf der A7 hatte doppeltes Pech

Zwei Wildunfälle mit Rehwild innerhalb von nur einem Kilometer 

Autos auf der Autobahn bei Regen (Symbolbild: Gerald Friedrich)

Autos auf der Autobahn bei Regen (Symbolbild: Gerald Friedrich)

Am Samstagabend (09.05.20), gegen 22 Uhr, hatte ein älterer Autofahrer gleich doppeltes Pech. Er befuhr mit seinem VW Toureg die A7 in Fahrtrichtung Norden, als er beim Kilometer 11 mit einem Reh kollidierte. Beamte vom Polizeiautobahn- und Bezirksrevier Nord kamen hinzu. Das Tier starb bei dem Unfall, das Auto wurde nur leicht beschädigt.

Der Mann, der von seiner Ehefrau begleitet wurde, konnte nach dem ersten Schrecken und der Unfallaufnahme seine Fahrt fortsetzen. Nach ca. einem Kilometer sprang erneut ein Reh über die Fahrbahn und stieß mit dem Fahrzeug des Seniorenpaares zusammen. Das Auto wurde zwar beschädigt, war aber immer noch fahrbereit, dass angefahrene Reh war sofort tot.

Am letzten Wochenende wurden im Bereich der Polizeidirektion Flensburg insgesamt 56 Wildunfälle gemeldet.

 

Richtiges Verhalten bei einem Wildunfall

Gerade im Frühjahr und im Herbst steigt das Risiko für Wildunfälle merklich an. Besonders in den Abend- und frühen Morgenstunden, wobei Übergansbereiche zwischen Feld- und Waldzonen besondere Gefahrenschwerpunkte darstellen. Hier ist mit regelmäßigem Wildwechsel zu rechnen, weil die Tiere zum Fressen vom Wald auf die Felder wechseln und danach wieder den Schutz des Waldes suchen.

Zumeist bleibt es bei Wildunfällen bei einem Sachschaden. Die Polizei appelliert an eine vorausschauende Fahrweise und ein erhöhtes Gefahrenbewusstsein zur Vermeidung von folgenschweren Wildunfällen. Gerade für Motorradfahrer stellen diese ein nicht unerhebliches Risiko dar.

Folgende Tipps sollten beherzigt werden: Entdecken Sie ein Tier am Straßenrand, verlangsamen Sie Ihr Fahrzeug und schalten Sie Ihr Fernlicht aus, da das Tier dadurch geblendet wird. Zusätzliches Hupen kann Wildtiere in den meisten Fällen verscheuchen. Sollte ein Zusammenstoß unvermeidbar sein, weichen Sie auf keinen Fall aus, weil die Gefahren eines Ausweichmanövers für Sie und den Gegenverkehr in der Regel höher sind als ein Zusammenstoß mit dem Tier.

Ist es zu einem Wildunfall gekommen, halten Sie bitte an und bewahren Sie Ruhe. Sichern Sie anschließend die Unfallstelle ab (Warnblinker und Warndreieck), legen sie eine Warnweste an und leisten Sie bei Personenschäden Erste Hilfe. Verständigen Sie den Rettungsdienst (Notruf 112). Ist es nur zu einem Sachschaden gekommen, benachrichtigen Sie bitte die Polizei (Polizeiruf 110) oder einen Jagdausübungsberechtigten. Auch wenn kein sichtbarer Schaden entstanden ist, sollte ein Wildunfall gemeldet werden.

 

Quelle: Pressemitteilung der Polizeidirektion Flensburg vom 11. Mai 2020

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