Aufgang der Bock-/Schmalrehjagd im April

Verfügungen der Unteren Jagdbehörden in Nordrhein-Westfalen sind entscheidend für die Rehwildbejagung im April

Quelle: LJV NRW / M. Westerop

Quelle: LJV NRW / M. Westerop

Per Erlass vom 31. Januar 2020 hat das NRW-Umweltministerium die Unteren Jagdbehörden angewiesen, zur Unterstützung der Wiederbewaldungsmaßnahmen in Gebieten oder einzelnen Jagdbezirken mit hohen Kalamitätsschäden, und zwar nur in diesen (!), die Jagd auf Schmalrehe und Rehböcke in den Niederungsgebieten (unter 450 m NN) vom 1. bis 30. April sowie in den Mittelgebirgsgebieten (über 450 m NN) vom 15. bis 30. April per Verfügung freizugeben.

Diese Ausweitung der Jagdzeit auf Schmalrehe und Böcke erfolgt somit örtlich begrenzt auf den Flächen mit hohen Kalamitätsschäden (Hauptschadensgebieten) und zeitlich begrenzt auf fünf Jahre (einschließlich Jagdjahr 2024/25).

Der Landesjagdverband NRW hatte vorab in einem gemeinsamen Positionspapier zusammen mit dem Waldbauernverband NRW, dem Verband Familienbetriebe Land und Forst Nordrhein-Westfalen, dem Rheinischen Verband der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften und dem Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe eine solche Regelung trotz Bedenken als Ultima Ratio mitgetragen und damit seine Solidarität und Verbundenheit mit den wirtschaftlich stark geschädigten, teilweise existenziell gefährdeten Waldbesitzern Nordrhein-Westfalens untermauert.

Aktuell häufen sich in der LJV-Geschäftsstelle Anfragen von Mitgliedern zu dem vorgenannten Erlass des NRW-Umweltministeriums. Der behördeninterne Erlass muss aber regelmäßig erst durch eine Verfügung (Allgemeinverfügung für Gebiete, Einzelverfügung für Jagdbezirke) der jeweiligen Unteren Jagdbehörde umgesetzt werden, damit er Rechtskraft für die betroffenen Reviere entwickelt. Die Unteren Jagdbehörden übernehmen es auch, die Revierinhaber in geeigneter Weise zu informieren. Eine landesweit einheitliche Vorverlegung der Jagdzeiten beim Rehwild in den April hinein gibt es weiterhin nicht. Bei Unklarheiten empfiehlt es sich daher, bei den Unteren Jagdbehörden nachzufragen.

Abschließend stellt der Landesjagdverband fest, dass das Rehwild ohnehin eine lange Jagdzeit hat und der Königsweg darin besteht, innerhalb der regulären Jagdzeit reichlich Strecke zu machen und so unsere Partner, die nordhrein-westfälischen Waldbesitzer, beim Waldumbau hin zu klimastabileren Wäldern zu unterstützen.

 

Quelle: Pressemitteilung des Landesjagdverbands Nordrhein-Westfalen vom 3. April 2020, Dortmund

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