Artenspürhunde: Neuer Wind im Wildtiermonitoring

Arbeit mit Artenspürhunden gewinnt in Wildtierforschung und Naturschutz immer mehr an Bedeutung

Ein Artenspürhund mit Wolfslosung (Foto: ©FVA)

Ein Artenspürhund mit Wolfslosung (Foto: ©FVA)

Federn, Haare und Kot geben Aufschluss über die Wildtiere, die sie zurückgelassen haben. Der Einsatz von Artenspürhunden könnte künftig dazu beitragen, dass diese Spuren besser gefunden werden. Die Pilotstudie "Artenspürhunde im Wildtiermonitoring" der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) hat die Einsatzmöglichkeiten untersucht.  

Die Arbeit mit Artenspürhunden gewinnt in Wildtierforschung und Naturschutz immer mehr an Bedeutung. Dass die Methode für verschiedene Tier- und Pflanzenarten effektiv ist, bestätigt nun auch die Pilotstudie "Artenspürhunde im Wildtiermonitoring" der FVA. 2018 und 2019 wurden in der Studie die Einsatzmöglichkeiten sowie notwendige Rahmenbedingungen zur qualifizierten Anwendung der Methode untersucht. 
Daraus haben sich zentrale Handlungsfelder für den Einsatz von Spürhunden in der Wildtierforschung und im langfristigen Monitoring von Zielarten nach dem Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) ergeben. 

Für Wolf, Luchs und Auerhuhn besitzt die FVA durch Forschungsprojekte und Monitoringaufgaben bereits mehrjährige Erfahrung mit dem Einsatz von Spürhunden. So wurde in einem Forschungsprojekt der Fortpflanzungserfolg von Raufußhühnern mit Hilfe von Spürhunden systematisch über mehrere Jahre erfasst. Im Luchs- und Wolfsmonitoring wird regelmäßig ein Spürhund zur Unterstützung bei der Nachweissuche eingesetzt. Folgeprojekte an der FVA profitieren nun von der wachsenden Expertise: In einer neuen Baummarder-Pilotstudie werden gängige Erfassungsmethoden mit dem Einsatz von Artenspürhunden verglichen – so soll die langfristig effektivste Monitoringmethode zur Bestimmung der Baummarderdichte identifiziert werden. 
Auch im Waldnaturschutz und Waldschutz besteht großes Potential für den Spürhundeeinsatz, etwa zum Nachweis von Fledermäusen, Amphibien, Reptilien oder auch diverser Forstschädlinge.

In ihrem Forschungsbericht betonen die Projektbeteiligten, dass Voraussetzung für die erfolgreiche Etablierung der Methode die entsprechende Qualifikation der Mensch-Hundeteams sei. 
Die Ergebnisse der Pilotstudie zeigen: Die Methode "Artenspürhund" bringt Arbeit und Handlungsbedarf mit sich, aber auch einzigartige Möglichkeiten, um den Artnachweis für Monitoring, Forschung und Management von Wildtieren zu optimieren. 

Zum Ab­schluss­be­richt sowie wei­te­ren In­for­ma­tio­nen zum Mo­ni­to­ring

 

Quelle: Pressemitteilung der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) vom 21. April 2020, Freiburg

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