Allzeithoch beim wiederkäuenden Schalenwild

Insgesamt kamen in Rheinland-Pfalz im Jagdjahr 2019/2020 102.502 Stück Rot-, Dam-, Muffel- und Rehwild zur Strecke. Noch nie war die Gesamtjagdstrecke für diese Arten hierzulande so hoch.

Rothirsch im Wald (Foto: Lars-Anders Mosskull)

Rothirsch im Wald (Foto: Lars-Anders Mosskull)

Im Jagdjahr 2019/2020 gab es mit 102.502 Stück Rot-, Dam-, Muffel- und Rehwild eine Gesamtrekordstrecke beim wiederkäuenden Schalenwild. Dieses Ergebnis toppt die bisherige Rekordzahl von 101.075 Stück in 2018/2019. Auch wenn beim Rotwild mit 8.314 Stück ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (2018/19: 8.465) zu verzeichnen ist, sorgten die hervorragenden Ergebnisse beim Damwild mit 2.917 Stück (2018/19: 2.068), beim Muffelwild mit 1.768 Stück (2018/19: 1.748) und insbesondere beim Rehwild mit 89.503 Stück (2018/19: 88.794) für den Anstieg der Gesamtstrecke für diese Arten. „Die vorliegende Jagdstrecke übertrifft unsere Erwartungen“, zeigt sich Dieter Mahr, Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV), beeindruckt. „Die rheinland-pfälzische Jägerschaft stellt erneut unter Beweis, dass sie professionell, effizient und engagiert ihrem Handwerk nachgeht“, so Mahr.

Auch mit Blick auf den diesjährigen Hitzesommer stellen die vorliegenden Zahlen eine positive Nachricht dar. „Trockenheit und Käferbefall haben unseren Wäldern zugesetzt. Eine vorausschauende und an die Umstände angepasste Jagd ist ein Instrument, um den Aufbau von klimastabilen Wäldern zu unterstützen“, erklärt LJV-Präsident Mahr. „Vor allem das Allzeithoch beim Rehwild macht deutlich, dass die rheinland-pfälzische Jägerschaft dies sehr wohl begriffen hat und bereits ihren diesbezüglichen Anteil liefert. Mit den Streckenzahlen wird zudem deutlich, dass eine Vorverlegung der Jagdzeit auf Schalenwild, wie sie die obere Jagdbehörde in diesem Frühjahr auf Antrag einiger wenige Reviere genehmigt hatte, vollkommen unnötig ist.“

Im Mai veröffentlichten Politik, Behörden und Interessensverbände das gemeinsame Strategiepapier „Waldumbau, Wild und Jagd im Zeichen des Klimawandels“. Der LJV begrüßt ausdrücklich die in Zusammenarbeit aller Beteiligten erarbeiteten Zielsetzungen, die in weiten Teilen den wissensbasierten Vorschlägen des Jagdverbandes Rechnung tragen. „Das gemeinsame Papier ist ein großer Erfolg für alle Beteiligten. Es zeigt, dass eine ideologiefreie und faktenorientierte Zusammenarbeit möglich ist, die den Wandel zu klimastabilen Wäldern ermöglicht“, sagt LJV-Präsident Dieter Mahr. 

Strecken aufgesplittet nach Landkreisen und kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz:

Jahresstrecke Rotwild

Jahresstrecke Damwild

Jahresstrecke Muffelwild

Jahresstrecke Rehwild

 

Quelle: Pressemitteilung des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz vom 27. August 2020, Gensingen

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