Wem nützen schwache Genossenschaften?

Zigtausend Genossenschaften im Land droht Ungemach. Das Bundeskartellamt hat Leitlinien entwickelt, die Unternehmen und Kooperationen aus Expertensicht nicht stärken, sondern schwächen werden.

Felder mit einzelnen Bäumen unter bewölktem Himmel (Symbolbild: JuergenPM)

Felder mit einzelnen Bäumen unter bewölktem Himmel (Symbolbild: JuergenPM)

Ganz schön bitter: Seit fünf Jahren gehört die Genossenschaftsidee, die in Deutschland mit großen Namen wie Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen verbunden ist, zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe. Doch dies heißt nicht, dass die über Jahrhunderte so erfolgreich praktizierte Form der Selbsthilfe und Selbstorganisation in Eigenverantwortung per se unter Schutz steht.

Ausgerechnet das Bundeskartellamt, das im Kern Fusionen kontrolliert sowie Absprachen und Missbräuche ahndet, nimmt jetzt die Genossenschaften ins Visier. Es hat auf fast 60 Seiten erstmals Leitlinien mit vielen Fallbeispielen erstellt, die unterm Strich das bestehende Genossenschaftsprivileg und auch innergesellschaftliche Strukturen infrage stellen.

Dabei hatten Union und SPD in Berlin 2018 in ihrem Koalitionsvertrag noch ausdrücklich betont, dass die im Trend liegenden Genossenschaften, die es längst in fast allen Bereichen von der Landwirtschaft bis zum Gesundheitswesen gibt, gestärkt werden sollten…

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Von Wolfgang Kleideiter für „natur + mensch – der politische Blog“

Logo des politischen Blogs der Jägerstiftung mit der Abbildung einer ländlich gelegenen Gemeinde (Quelle: mlz/lapping)

Logo des politischen Blogs der Jägerstiftung mit der Abbildung einer ländlich gelegenen Gemeinde (Quelle: mlz/lapping)

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