Die neue Landlust als Aufgabe für die Politik

Die neue Landlust als Aufgabe für die Politik

Der ländliche Raum wächst wieder, und die Immobilienpreise steigen auch in Regionen weitab der Metropolen. Städter konkurrieren mit Einheimischen. Politiker sollten auf diesen Trend reagieren.

Logo des politischen Blogs der Jägerstiftung mit der Abbildung einer ländlich gelegenen Gemeinde (Quelle: mlz/lapping)
Logo des politischen Blogs der Jägerstiftung mit der Abbildung einer ländlich gelegenen Gemeinde (Quelle: mlz/lapping)

Es ist eine überraschende Entwicklung: Jahrelang war von Landflucht und Abwanderung die Rede, nun zieht es Menschen wieder aufs Land. Und zwar nicht nur in die Speckgürtel um die Metropolen, was noch erwartbar wäre. Attraktiv sind vielmehr auch abgelegene Regionen. Hier sind die Preise genauso gestiegen wie in den Städten, wie dem Frühjahrsgutachten der Immobilienwirtschaft zu entnehmen ist. Entfernungen spielen demnach nicht mehr die große Rolle.

In Zeiten von Corona haben die Vorteile der Großstädte nachgelassen – Cafés, Restaurants, Theater, Kino und Museen waren geschlossen. Gestiegen ist hingegen der Traum vom eigenen Haus mit Garten. Viel Platz und mehr Ruhe, dazu die Nähe zur Natur: Diese Standortvorteile wirken. Selbst für den unsanierten Bauernhof finden sich erstaunlich viele Bewerber.

Keine leichtfertige Entscheidung

Sicherlich schrecken teure Immobilien in den Städten Kauf-Interessenten ab. „Unbezahlbar. Warum Normalverdiener sich heute kaum noch ein Eigenheim leisten können“, titelte Mitte Mai der „Spiegel“, ohne sich dem ländlichen Raum zu widmen. Familien, die dorthin ziehen, haben sich nicht leichtfertig dafür entschieden. Aber es wäre schlecht, wenn sie sich ein zu romantisches Bild machen würden…

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