Augen zu und durch

Augen zu und durch

Der Parteitag der Grünen bestätigt Baerbock und Habeck als Spitzenduo für die Bundestagswahl. Doch die Kanzlerkandidatin bleibt angespannt. Und auch Forderungen der Basis sind weiterhin ein Unsicherheitsfaktor.

Sonnenblumenfeld (Symbolbild: Waldinfo.NRW)
Sonnenblumenfeld (Symbolbild: Waldinfo.NRW)

Inszenierter Jubel durch Neumitglieder, demonstrative Rückendeckung für das Spitzenduo Baerbock/Habeck, kaum Kontroversen ums Programm: Die Grünen-Führung tat alles, um den Online-Parteitag für einen Stimmungsumschwung zu nutzen. Die Mühe war vergeblich.

Weder die Inhalte noch das Personal dürften neue Wählerschichten erreichen. Dafür wirkte alles zu inszeniert und um Gefälligkeit bemüht. So wurden zwar viele radikale Forderungen etwa im Bereich Wirtschaft und Klimaschutz entschärft und weichgespült. Aber dieser Lack dürfte nach einem etwaigen Erfolg bei der Bundestagswahl schnell wieder abblättern.

Zu tief sitzt in der Partei der Wunsch nach einem grundlegenden Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft. Höhere Spritpreise, noch mehr teure Auflagen und bürokratische Gängelungen etwa für die Landwirtschaft oder beim Hausbau – der Druck der Basis auf mögliche grüne Kabinettsmitglieder oder gar eine Kanzlerin wäre in solchen Punkten programmiert. Gerade für die Bürger im ländlichen Raum könnte es da ein böses Erwachen geben…

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Von Jürgen Wermser für „natur + mensch – der politische Blog“

Logo des politischen Blogs der Jägerstiftung mit der Abbildung einer ländlich gelegenen Gemeinde (Quelle: mlz/lapping)
Logo des politischen Blogs der Jägerstiftung mit der Abbildung einer ländlich gelegenen Gemeinde (Quelle: mlz/lapping)