TV-Tipp: „Faszination Wissen: Das leise Artensterben – Wie Tierarten unbemerkt verschwinden“

Viele Tiere gelten in Deutschland als gefährdet. Der Bayerische Rundfunk beleuchtet heute Abend die Hintergründe und zeigt, dass es auch gute Entwicklungen gibt.

Frosch

Foto: Katja Kohle

In Deutschland werden zwei Drittel aller Amphibien als gefährdet bezeichnet. Aber auch viele andere Tierarten kämpfen gegen ihr Aussterben an. Aus diesem Grund beschäftigt sich die Wissenschaftssendung „Faszination Wissen“ heute Abend mit dem Artensterben.

Als eine der Hauptursachen für die Vielzahl an bedrohten Amphibien wird in der Sendung die in den vergangenen 20 Jahren intensivierte Nutzung von Pestiziden in der Landwirtschaft genannt. Die sieben am häufigsten genutzten Unkrautvernichtungsmittel sind laut Sendungsbeschreibung für Frösche absolut tödlich. Außerdem zur Sprache kommt die vielfach unterschätzte Gefahr, die für Vögel und Fledermäuse durch Windkraftanlagen besteht. Gerade Fledermäuse und Mäusebussarde sind durch die Windräder langfristig in ihrer Existenz gefährdet.

Doch der TV-Beitrag hat auch Erfolgsmeldungen zu verkünden. So versuchen Biologen aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern den seit fast 50 Jahren als ausgestorben geltenden Stör in Deutschland wieder heimisch zu machen. Dazu haben sie dieses Jahr 650.000 Störe in der Oder ausgesetzt und rechnen damit, dass davon etwa einer von 1000 Fischen langfristig überleben wird. 

Aber auch ohne die Hilfe von Biologen kann eine bedrohte Tierart durch verschiedene Umwelteinflüsse wieder größere Verbreitung finden. Das zeigt ein aktueller Fall: Die Gottesanbeterin wurde erst Ende November durch ein Kuratorium aus Insektenkundlern und Vertretern wissenschaftlicher Institutionen zum Insekt des Jahres 2017 gewählt. Sie wird in Deutschland aktuell als bedrohte Art geführt, breitet sich aber laut Pressemitteilung des Kuratoriums aufgrund des Klimawandels aktuell in Europa immer stärker aus. Der Schutzstatus der Gottesanbeterin sollte nach Ansicht des Kuratoriums-Vorsitzenden Prof. Dr. Thomas Schmitt demnach „durchaus hinterfragt oder zumindest überprüft werden“.

Die Sendung endete bereits um 22:30 Uhr. Sie können sie sich aber hier noch in der Mediathek online ansehen!

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