TV-Tipp: „Abenteuer Erde: Die wunderbare Welt der Enten“

Der Film von Janet Hess zeigt einige Verhaltensweisen der Enten zum ersten Mal.

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Foto: congerdesign

Enten kommen in vielen Regionen Deutschlands so häufig vor, dass wir sie kaum noch wahrnehmen. Dabei sind die Wasservögel durchaus faszinierend: von hübschen Federkleidern bis zu erstaunlichen Verhaltensweisen und Überlebensstrategien. Naturfilmerin Janet Hess zeigt die Vögel aus neuen Blickwinkeln.

Dass Brautentenküken ihren ersten Schritt aus dem Nest in die Welt überhaupt überleben, grenzt an ein Wunder. Denn die Brautenten haben die Angewohnheit, ihre Küken in Höhlen hoher Bäume auszubrüten, um Eierdieben keine Chance zu geben. Dieses Brutverhalten hat den Nachteil, dass die Entlein beim Verlassen des Nestes schon mal 20 Meter tief fallen können. Doch durch ihr geringes Gewicht, gute Polsterung und das Anfeuern der Mutter ist der waghalsige Sprung gut zu überstehen.

Enten sind perfekt an das Leben am Wasser angepasst und können auch unter schwierigen Bedingungen überleben – so sind sie nicht nur hervorragende Schwimmer und Taucher, sondern auch zu Fuß und in der Luft sicher unterwegs. Manche Arten legen im Herbst Tausende Kilometer zurück, um sich in ihr Winterquartier zu begeben. Schellenten hingegen können sich auch mit eisigen Temperaturen arrangieren. Ihr Trick gegen die Kälte sind kalte Füße: Bevor das Blut in die Beine gepumpt wird, kühlt der Körper es ab. Auf dem Weg zum Rumpf wird das Blut dann wieder erwärmt, damit die Ente möglichst wenig Körperwärme ans Wasser verliert.

Eiderenten können in größeren Gruppen sogar dafür sorgen, dass Gewässer stellenweise gar nicht zufrieren. Auf ihrer Futtersuche können sie bis zu 20 Meter tief tauchen – ein Verhalten, das von Janet Hess erstmals in faszinierenden Bildern festgehalten wurde. Den Film „Abenteuer Erde: Die wunderbare Welt der Enten“ können Sie sich heute um 20:15 Uhr im WDR-Fernsehen anschauen.

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