Revolutioniert diese App den Herdenschutz?

Schafherde

Jedes Schaf im Blick zu behalten kann bei einer großen Herde ganz schön schwer sein. Mit dem „Alptracker“ soll das Problem der Vergangenheit angehören.

In der Schweiz wird derzeit eine neue Methode getestet, mit der Herdenschutz in Zukunft deutlich vereinfacht werden soll. Mit dem sogenannten „Alptracker“ sollen Herdenhalter ihre Tiere jederzeit im Blick behalten können. Sogar für den Fall eines Wolfsangriffs haben die Sender eine passende Lösung an Bord.

Die Anwendung des „Alptrackers“ ist denkbar einfach. Jedem Schaf wird ein kleiner Peilsender am Hals angebracht, welcher ständig den aktuellen Aufenthaltsort des Tieres übermittelt. Abrufbar ist dieser live mit einem Computer-Programm oder der passenden App auf dem Smartphone. Besonders interessant wird die Anwendung der Peilsender bei starkem Nebel oder, wenn ein Schaf verloren geht – über die App lassen sich alle Tiere schnell orten und wieder zurück zur Herde treiben.

Auch bei einem potenziellen Wolfsangriff soll der „Alptracker“ gerüstet sein. Bewegungssensoren in den Peilsendern sorgen dafür, dass der Herdenhalter direkt auf dem Smartphone per Nachricht über ein ausreißendes Tier oder eine höhere Bewegungsaktivität der gesamten Herde informiert wird. Er hat dann die Möglichkeit, direkt über sein Smartphone Alarm zu geben oder andere geeignete Maßnahmen zu treffen. Für die Zukunft ist außerdem geplant, dass die Sender bei einem Angriff automatisch einen lauten Warnton aussenden. Den Entwicklern zufolge solle dies helfen, um den Angreifer zu verscheuchen.

Für die Schäfer dürfte die neue Entwicklung eine willkommene Neuerung sein. Der Schäfer Ernst Vogel sagte beispielsweise gegenüber dem SRF: „Wenn ein Schaf stürzt und sich verletzt, sucht man in den riesigen Weidegebieten teilweise tagelang vergeblich. Mit dem Sender weiß man jetzt sofort, wo ein vermisstes Schaf steckt.“

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