Drückjagd (III): Kleidung mit eingebauter Heizung

Gerade bei den Drückjagden ist die Wahl der richtigen Bekleidung ein wichtiges Thema.

Winter im Wald

Fotos: team winz

Sichere Schussabgabe und kalte Finger – das passt nicht zusammen. Wenn eisiger Wind um den offenen Drückjagdbock pfeift, sitzt man in Gedanken schon in der warmen Stube beim Schüsseltreiben. Wie und womit schütze ich mich also am besten vor Eis und Kälte?

Beheizbare Socken oder Sohlen

Gerade bei den Drückjagden ist die richtige Wahl der Bekleidung ein wichtiges Thema. Drückjagdböcke sind in der Regel zu allen Seiten offen und besitzen kein Dach. Erst mal angestellt, gibt es für die nächsten Stunden keine Möglichkeit, den Platz wieder zu verlassen. Egal, was das Wetter macht – jetzt heißt es: durchhalten. Um für schlechte Wetterlagen gerüstet zu sein, empfiehlt es sich, genauer hinzuschauen, wie man sich dagegen wappnet. Beweglich will man sein auf der Drückjagd; gut sichtbar zu sein, ist ein Muss. Der Weg zum Bock ist oft lang und nassgeschwitzt friert es sich noch schneller.  Eine Lösung, sich vor der Kälte zu schützen, ohne sich abschleppen zu müssen, bieten zum Beispiel beheizte Kleidungsstücke. Ob Sohlen, Socken, lange Unterhose, Weste oder Handschuhe – all diese Artikel gibt es quasi mit einer eingebauten Heizung.

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Polyesterfäustlinge „Fire-Mitten“ von Alpenheat

Polyesterfäustlinge „Fire-Mitten“ der Firma Alpenheat

Für Ansitze an richtig kalten Tagen empfehlen sich immer Fäustlinge. Diese sind für Drückjagden normalerweise aber ungeeignet. Die abgebildeten Fäustlinge haben jedoch einen integrierten Unterziehhandschuh. Lässt man den Reißverschluss des Fäustlings offen, wird bei Bedarf der äußere Teil hochgeklappt und die Finger sind frei beweglich. Ein selbstständiges Zuklappen wird durch einen kleinen Magneten verhindert. Heizdrähte entlang der einzelnen Finger sorgen etwa drei Stunden lang für warme Hände. Eine Regulierung der Wärme ist in mehreren Stufen möglich. Die in den Handschuhen integrierten Lithium-Ionen-Akkus sind nach rund vier Stunden wieder aufgeladen. Die Polyesterfäustlinge „Fire-Mitten“ der Firma Alpenheat sind wind- und wasserabweisend. Als Schnäppchen oft unter 200 Euro erhältlich.

Ein wenig einfacher, aber dafür günstiger und ohne Akkus verwendbar sind zum Beispiel die Handschuhe „Heat“. Die Fäustlinge lassen sich ebenfalls schnell zu einem Fingerhandschuh umklappen. Für Wärme sorgen hier keine Heizdrähte, sondern Wärmepads, die bei Bedarf aktiviert werden können.

Für Technikfreaks besitzt der Handschuh ein besonderes Gimmick: Silbertextilien an Daumen und Zeigefingern ermöglichen eine Bedienung von Tablet oder Smartphone. Die mit Ziegenleder besetzten Handschuhe findet man im Netz für ca. 140 Euro. Die benötigten Wärmepads bringen für ca. zwei Euro die nötige Wärme.

Wer hasst nicht kalte Füße? Auch dagegen gibt es elektrische Lösungen, beheizbare Socken oder Sohlen. Die Meinungen in verschiedenen Testberichten gehen hier sehr weit auseinander – von „Die bringen gar nichts“ bis hin zu „Nie wieder kalte Füße“. Unsere Erfahrungen liegen hier in der Mitte. Beheizbare Socken oder Sohlen spenden zwar Wärme, aber entscheidender ist das verwendete Schuhwerk. 

Thermostiefel „Apex“ von Baffin

Thermostiefel „Apex“ der Firma Baffin

Täuschen lassen sollte man sich aber nicht von den angegebenen Temperaturbereichen auf angebotenen Winterstiefeln. Wenn es richtig kalt wird, bietet sich zum Beispiel der Thermostiefel „Apex“ der Firma Baffin an. Acht Lagen aus Polyurethan, Hohlfasern und anderen Hightech-Materialien sorgen für warme Füße.  Angegeben sind Temperaturbereiche von bis zu minus 100° Celsius. Diese Temperaturen konnten wir bislang leider nicht testen, aber es lässt sich bestätigen, dass zumindest bei minus 30° Celsius die Füße warm bleiben. Wichtig ist, dass der Fuß vor Nässe geschützt ist und dies sowohl von außen als auch von innen. Wird entstehender Dampf im Innern des Schuhs nicht abgeleitet, so kommt es bei extremer Kälte zur Eisbildung im Stiefel und dies ist nicht nur äußerst unangenehm, sondern führt auch zu Erfrierungen. Natürlich besitzt dieser Schuh auch eine feste, rutschsichere Profilsohle. Mit ein wenig Glück findet man einige Größen unter 200 Euro, oft kostet er jedoch mehr als 300 Euro.

Wollsocken, Taschenofen, Teelichter und heißer Tee sind immer eine Alternative. Wichtig ist, sich auch bei Kälte wohlzufühlen, gesund zu bleiben und seine Leidenschaft zu genießen!

Hier geht es zu den ersten beiden Teilen unserer Drückjagd-Serie:
Drückjagd (I): Gut gerüstet als Durchgeher
Drückjagd (II): Der beste Schutz für den Hund

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