Checkliste Bockjagd (I): Revierausstattung

Weniger als vier Wochen bis zur Bockjagd! Zeit genug, das Revier in Schuss zu bringen und die Einstände des Wildes zu pflegen, um einen reibungslosen Aufgang des Rehbocks zu genießen.

Hochsitz im Wald

Der Frühling ist endlich da! Die ersten Sonnenstrahlen wecken nicht nur unsere Lebensgeister, sondern auch die des Rehwildes. Anfang April lösen sich die Sprünge auf, die winterliche Notgemeinschaft trennt sich. Bock und Ricke beziehen ihre Einstände für den anstehenden Sommer. Noch haben wir Jäger genug Zeit, uns und unser Revier für das neue Jagdjahr herzurichten.

Anfang April sollte der erste Fokus auf den Ansitzeinrichtungen im Revier liegen. Nach der langen jagdfreien Zeit müssen einerseits Schäden erkannt und beseitigt werden, um Unfallrisiken, etwa durch morsche Leitersprossen, auszuschließen. Andererseits ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um vielversprechende Stellen im Revier zu entdecken. Gerade die Rehböcke hinterlassen einige Pirschzeichen, die man in der laubfreien Zeit sehr gut erkennen kann.

Plätzstellen und bereits befegte Jungbäume deuten dabei oft auf einen älteren Bock hin, der sein Territorialbedürfnis frühzeitig geltend macht. Randlagen, sowohl im Feld, als auch im Wald, sind für das Rehwild natürlich besonders attraktiv, da sie dort Äsung in Hülle und Fülle sowie Deckung finden. Wenn derartige Ecken auch noch frühmorgens oder spätabends von der Sonne beschienen werden, ziehen sie das Rehwild magnetisch an und sind prädestiniert für eine Ansitzeinrichtung. Ob Kanzel oder Ansitzleiter – die Wahl hängt immer auch vom Standort ab. Offene Leitern sind einfacher zu erklimmen und fügen sich häufig harmonisch ins Landschaftsbild ein, auch der Transport und das Aufstellen ist einfacher. Kanzeln wiederum ermöglichen komfortable, lange Ansitze und schützen vor Wind und Wetter. Eine durchdachte Mischung aus verschiedenen Ansitzeinrichtungen hilft also beim erfolgreichen jagen.

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Die erste Aprilhälfte öffnet außerdem ein Zeitfenster für nötige Schnitte an Büschen und Bäumen, die die Sicht vom Hochsitz aus beeinträchtigen. Doch Vorsicht, die ersten Vögel brüten bereits! Im belaubten Zustand sieht die Landschaft wieder vollkommen anders aus, weitere Schnitte sollten, wenn nötig, dann erst im ausklingenden Juni erfolgen, wenn die Sommerpause das Wild im Griff hat. In einem Arbeitsgang lassen sich außerdem direkt neue Pirschpfade anlegen und die vorhandenen von Laub und Ästen räumen.

Wenn die Ansitzeinrichtungen intakt, freigeschnitten und gut erreichbar sind, kann auch dem Wild noch etwas Gutes getan werden: Salzlecksteine werden im ausklingenden Winter besonders gerne angenommen. Bei den Lecken gilt: Weniger ist mehr, damit sie regelmäßig vom Wild besucht werden. An den Steinen und prägnanten Wechseln hilft eine Wildkamera dabei, schnell und unkompliziert das Verhalten des Wildes im Tagesverlauf zu erkennen und zum eigenen Vorteil zu nutzen.

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