Bernd Krewer über „Forstwirtschaft“ im Wandel der Zeit

Was Lieschen Müller und Hänschen Meier hören wollen…

Buchenwald

Foto: atrix9

In diese Kategorie gehört auch der Forstkollege aus der Eifel, der immerhin mehrere Bestseller über das Liebes- und Sozialleben unserer Waldbäume geschrieben hat und seitdem durch alle Talk-Sendungen […] unserer Fernseh-Republik tourt.

Als ehemaliger Förster habe ich natürlich jetzt ein schlechtes Gewissen, weil ich den Wald und die Bäume in meiner aktiven Dienstzeit – ich schäme mich fast es zu sagen – als Wirtschaftsfaktor gesehen und entsprechend behandelt (oder misshandelt?) habe.

Ich habe damals eben nicht berücksichtigt, dass die alte Buche die unter ihrem Schirm aufgelaufenen, naturverjüngenden Buchensämlinge ja noch „säugt“ und daher noch lange gebraucht wird.

Pfui Teufel – und ich habe damals gedacht, ich tue dem Nachwuchs was Gutes, wenn ich ihm das Sonnenlicht gönne, dessen Genuss ihm die „Mutter“ bisher alleine durch ihre Anwesenheit verweigert hat. Ich habe sozusagen die „führende Baum-Bache“ vor ihren noch abhängigen „Jungbuchen-Frischlingen“ erlegt. Schrecklich, wie oft ich solche Dramen damals – und das ohne jeden Hauch von schlechtem Gewissen – produziert habe…

Aber der Kollege hat Erfolg und ist mittlerweile zum Auflagen-Millionär aufgestiegen. Wenn ich sein süffisantes Lächeln in den Talk-Runden richtig deute, dann amüsiert er sich königlich darüber, dass man selbst mit völlig abstrusen Themen und Darlegungen in diesem unserem Lande gutes Geld verdienen kann.

Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.

Wird Gustav Heinemann zugeschrieben

Dem möchte ich entgegensetzen:

Wenn wir nicht unsere Traditionen bewahren und verteidigen und glauben, jedem Zeitgeist hinterherhecheln zu müssen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir alles verlieren.

Grewers Grüne Geschichten

Aus: Bernd Krewer: Grüne Geschichten. Über Hirsche, Rehböcke und Hunde. Erschienen im Verlag Neumann-Neudamm und für 19,95 Euro im Fachhandel erhältlich.

Nach den „Grünen Begegnungen“ und den „Grünen Gedanken“ sind die „Grünen Geschichten“ nun der versöhnliche Abschluss von Bernd Krewers „Grüne“-Trilogie.

Nach den Erzählungen über Begegnungen mit besonderen Jägern und Wildtieren und der kritischen Abrechnung mit dem Zeitgeist, schildert er nun verschiedene Jagderlebnisse, überwiegend aus seinen späten Jagdjahren, und setzt vor allem seinen Hunden in diesem Abschlussband ein würdiges Denkmal.

 

Unsere Redaktion urteilt: Sehr lesenswert!

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