„BAUER UNSER“: Kritischer Blick aufs Agrarsystem

Die Doku von Regisseur Robert Schabus startet heute in deutschen Kinos.

Landwirtschaft

Foto: Styx_RdG

Welche Folgen haben billige Nahrungsmittel eigentlich für die Landwirte? Was haben die Fabriken, aus denen unsere Lebensmittel stammen, noch mit den Bauernhöfen gemeinsam, die auf Milch- und Eierkartons abgebildet sind? Diese und weitere kontroverse Fragen will der österreichische Dokumentarfilm „BAUER UNSER“ beantworten, der am heutigen Donnerstag in deutschen Kinos anläuft. Er wirft einen kritischen Blick auf unser Agrarsystem – „ungeschönt wie unaufgeregt“, wie es in der Beschreibung heißt.

Regisseur Robert Schabus bleibe „vordergründig unparteiisch“, lässt er doch Bauern, Landwirtschaftsminister, EU-Funktionäre und CEOs von Lebensmittelkonzernen gleichermaßen zu Wort kommen. Allerdings bezieht Schabus mit seiner Doku auch klar Stellung gegen eine neoliberale Verschwendungs- und Konsumkultur. Die Kernbotschaft: „So kann es nicht weitergehen.“

Um seine Message zu untermauern, porträtiert Schabus sechs österreichische Bauern mit unterschiedlichsten Höfen. Auch Kommentare und Interview-Ausschnitte von Politikern, Industriellen und Funktionären werden eingebunden, was teils aberwitzige Widersprüche direkt gegenüberstellt – das wird jedenfalls im Trailer deutlich.

„BAUER UNSER“ schließt sich damit einem nicht mehr ganz neuen Filmgenre an, das die Verhältnisse in der industriellen Nahrungsmittelproduktion anprangern will. Bereits vor zwölf Jahren erschienen kritische Dokumentar-Kinofilme wie „We Feed the World“ oder „Unser täglich Brot“. Ob sich Schabus’ Film von anderen Werken absetzen kann, können Sie sich ab heute im Kino ansehen.

Der Kinotrailer liefert schon mal einen Vorgeschmack:

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!