Jäger werden von der Hundesteuer befreit

Eine Gemeinde im Südschwarzwald honoriert künftig, dass die Jägerschaft gemeinnützige Aufgaben erledigt.

Kleiner Münsterländer

Weil Jäger mit ihren Hunden Aufgaben für die Allgemeinheit erledigen, wird ihnen in einer Gemeinde im Südschwarzwald künftig die Hundesteuer erlassen. Bei der Ratssitzung in Kirchzarten (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) gab es für diese Idee jetzt eine deutliche Mehrheit. Wie die Badische Zeitung berichtet, wandte sich nur die SPD mit Vehemenz gegen die Steuerbefreiung für Jagdhunde.

SPD-Rätin Petra Zentgraf wies laut dem Bericht darauf hin, dass Jagdhunde „zu 95 Prozent ihrer Zeit wie normale Hunde bellen würden und überall ihren Dreck hinterließen“. Zentgrafs Schlussfolgerung: „Sie nicht zu besteuern, ist unsozial.“ Für die CDU befürwortete hingegen Valentin Platten die Steuerbefreiung – schließlich erhielten Jäger keinerlei Aufwandsentschädigung, obwohl sie gemeinnützige Aufgaben übernähmen, beispielsweise bei der Entsorgung von Fallwild im Straßenverkehr. „Oft zahlen wir Jäger drauf“, betonte Platten dem Bericht zufolge. Auch die Ausbildung der Jagdhunde müsse die Jägerschaft selbst finanzieren.

Bei zwei Enthaltungen und fünf SPD-Gegenstimmen stimmten schließlich neun Mitglieder des Kirchzartener Gemeinderats für die Steuerbefreiung.

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