Illegaler Welpenhandel vereitelt

Ein fingierter Kauf zweier Deutsch Drahthaar-Welpen aus Kroatien führte zur Festnahme eines 33-Jährigen in Ravensburg

Eine Polizistin mit den beiden illegal eingeführten Welpen (Foto: Polizeipräsidium Ravensburg)

Eine Polizistin mit den beiden illegal eingeführten Welpen (Foto: Polizeipräsidium Ravensburg)

Am vergangenen Freitag (09.04.2021) ist in der Weststadt von Ravensburg ein illegaler Welpenhandel aufgeflogen.

Wie das Polizeipräsidium Ravensburg heute (13.04.2021) mitteilt, hatte eine Tierschützerin über ein Verkaufsportal im Internet den Kauf zweier Hundewelpen initiiert und die Polizei bei der Übergabe verständigt.

Infolgedessen konnten die Beamten einen 33-jährigen Tatverdächtigen, der sich in Begleitung eines Minderjährigen befand, vorläufig festnehmen. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass die beiden Deutsch Drahthaar-Welpen viel zu früh von ihrer Mutter getrennt und im Alter von etwa acht Wochen aus Kroatien nach Deutschland eingeführt wurden. Legal hätte eine Einfuhr nach Deutschland erst 15 Wochen nach der Geburt der Vierbeiner erfolgen dürfen - nach einer obligatorischen Tollwut-Impfung und der erforderlichen dreiwöchigen Quarantäne. Der 33-Jährige steht darüber hinaus im Verdacht, beim Transport der Tiere gegen tierschutzrechtliche Vorschriften verstoßen zu haben. Weder die erforderliche Einfuhrgenehmigung noch die Untersuchung der Transportfähigkeit der Tiere lagen vor.

Inwiefern eine vorgeschriebene Tollwut-Impfung vorhanden war, wird derzeit tierärztlich untersucht. Die beiden jungen Jagdhunde wurden von einem Veterinär beschlagnahmt und in einem Tierheim in Quarantäne gestellt. Ersten Untersuchungen zufolge leiden die beiden Welpen an Kokzidiose, einer Viruserkrankung im Darm, die durch Parasiten (sog. Kokzidien) hervorgerufen wird. Im weiteren Verlauf der polizeilichen Ermittlungen fand eine freiwillige Nachschau an der Wohnanschrift des 33-Jährigen statt. Zusammen mit Vertretern des Veterinäramts fanden Polizeibeamte dort zwei weitere Welpen der Rasse "Shar Pei". Die Ermittlungen dazu dauern an. Der 33-Jährige wird sich unter anderem wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz sowie Verstößen gegen weitere tierschutzrechtliche Vorschriften verantworten müssen.

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