Jahresrückblick für Jagd und Natur: September 2016

Strafanzeige gegen Tierrechtler, Reh verursacht schmerzhaften Penisbiss und Bundesrat entscheidet über Halbautomaten: Das war der September bei Outfox-World!

Krähe

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir haben für Sie noch einmal einen Blick zurückgeworfen, um die bewegendsten, spannendsten und skurrilsten Geschichten des Jahres zusammenzutragen. In zwölf Teilen fassen wir Ihnen das Jahr 2016 zusammen.

Peta wegen Volksverhetzung und falscher Verdächtigung angezeigt

Die Tierrechtsorganisation Peta ist dafür bekannt, alle möglichen Menschen und Institutionen anzuzeigen, die nur ansatzweise etwas mit Tieren zu tun haben: von Landwirten über Angler, Schäfer und Jäger bis hin zu Kinder-Ferienaktionen. Nun dreht ein Blog den Spieß um und erstattet selbst Anzeige gegen Peta: wegen des Verdachts der Volksverhetzung, der falschen Verdächtigungen und des Betrugs. Die Tierrechtler erhöben immer wieder Vorwürfe und stachelten so „mit einer typisch-unsachlichen Berichterstattung das Volk vorsätzlich zum Hass auf“, heißt es auf dem Blog.

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Schon wieder führt Jagd zu Polizei-Großaufgebot

Erst im August ist es wegen einer Erntejagd zu einem spektakulären Polizei-Großeinsatz bei Neuhausen (Baden-Württemberg) gekommen. Nun sorgt schon wieder eine ganz legale Jagd für Aufregung: Im oberbayerischen Bad Aibling melden frühmorgens zahlreiche besorgte Bürger Schüsse über den Polizei-Notruf. Zunächst machen sich drei Streifenwagen auf die Suche, später fordern sie noch Verstärkung an. Die Beamten ermitteln schließlich einen Jäger, der auf die Bitte von Landwirten auf Krähen jagt, die auf den Feldern große Schäden anrichten. Rechtliche Konsequenzen hat die Aktion für den Jäger natürlich nicht – allerdings nimmt er sich vor, die Beamten im kommenden Jahr wohl vorab über die Jagd zu informieren.

Die ursprüngliche Nachricht können Sie hier noch einmal komplett nachlesen.

Reh sorgt für schmerzhaften Penisbiss

Reh

Foto: Dieter Hopf

Wildwechsel kann zu gefährlichen Verkehrsunfällen führen – das muss ein österreichisches Liebespaar schmerzlich erfahren, als es bei Gföhl mit dem Auto auf einer Landstraße unterwegs ist. Beide landen später im Krankenhaus, den Mann erwischt es jedoch deutlich schlimmer. Denn der Weg bis nach Hause war den beiden wohl zu weit und die Lust zu groß, sodass die Beifahrerin beschloss, ihren Geliebten schon während der Fahrt oral zu befriedigen. Ein Reh kreuzt plötzlich die Straße und der Mann verreißt das Steuer – mit schmerzhaften Folgen, denn die Frau beißt vor Schreck kräftig zu. Der kuriose Einsatzbefehl lautet daraufhin „Penisbiss nach Autounfall“. Die gute Nachricht: Seine Potenz hat der Unfallfahrer nur kurzfristig eingebüßt.

Die komplette News lesen Sie hier.

Bundesrat: Ja zu kleiner Novelle des Bundesjagdgesetzes

Im September wird die Entscheidung zu Halbautomaten nun endlich auch vom Bundesrat abgesegnet: Dieser stimmt der kleinen Novelle des Bundesjagdgesetzes zu. Die Zustimmung ist eine gute Nachricht für alle Besitzer halbautomatischer Jagdgewehre. Jäger dürfen ihre Waffen nun wieder rechtssicher führen. Die Länderkammer setzte sich über eine Empfehlung des Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz hinweg, der wegen der Gesetzesnovelle eine Anrufung des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat verlangt hat. Dieser Vorgang hätte den Gesetzgebungsprozess erheblich verzögert und den Einsatz der Halbautomaten weiter verhindert. Der Präsident des Deutschen Jagdverbandes (DJV), Hartwig Fischer, zeigt sich erfreut: „Für uns Jäger werden viele Drückjagden und Erntejagden, die zur Reduzierung der Wildschweine unerlässlich sind, erleichtert.“ 

Wie die Regelung für halbautomatische Waffen nun konkret aussieht, sowie weitere Hintergründe zum Thema finden Sie im Artikel.

Wie man normale Bürger kriminalisiert

Regelmäßiges Apfel-Essen mag zwar sprichwörtlich den Besuch beim Arzt überflüssig machen, schützt einen aber offenbar nicht vor Scherereien mit der deutschen Justiz. Diese Erfahrung macht jedenfalls ein Mann aus Sachsen: Eigentlich will Uwe Scholz aus dem Landkreis Görlitz nur zu einem ganz unspektakulären Termin im Amtsgericht. Bevor er vorgelassen wird, prüft ein Wachmann seinen Rucksack und stößt auf ein Etui mit einem kleinen Messer, das Scholz nach eigenen Angaben dafür benutzt, Äpfel auf der Arbeit in mundgerechte Stücke zu schneiden. Den Wachmann beeindruckt diese Erklärung wenig, er nimmt das Messer in Verwahrung. Später bekommt Scholz einen Brief von der Bußgeldstelle: 50 Euro soll er wegen „verbotenen Mitführens einer Waffe“ bezahlen. Das Unglaubliche: Hätte Scholz statt einer Fünf-Zentimeter-Einhandklinge ein normales Messer mit einer elf Zentimeter langen Klinge dabei gehabt, wäre das erlaubt.

Mehr Hintergründe zum Kriminalisieren von Waffenbesitzern und zum deutschen Waffengesetz finden Sie hier.

Hier finden Sie unsere weiteren Monatsrückblicke:
Januar – Ein Schäfer denkt ans Aufgeben, Strafanzeigen werden gestellt und Morddrohungen ausgesprochen
Februar – Wolfsrisse, milder Winter und Auswirkungen des NRW-Jagdgesetzes
März – Brandanschlag, Halbautomaten-Urteil und ein offener Brief
April – Folgen des Halbautomaten-Urteils, Fehltritt einer Grünen und Jäger als Detektive
Mai – Anschlag auf Schießstand, Fleischersatz im Test und ein Biber als Geiselnehmer
Juni – Ärger ums Jagdgesetz, Bud Spencer als Erfinder und eine Tierschützer-Attacke
Juli – Entscheidung zu Halbautomaten, Peta-Irrsinn und der Löwe Cecil
August - Polizei-Großeinsatz wegen Erntejagd, Wildschwein-Attacke und Drangsalierung legaler Waffenbesitzer
Oktober – Mark Zuckerberg spricht für die Jagd, Weißwedelhirsch wird Youtube-Hit und Übergriff eines Jägers
November – Grüne fordern Waffenverbot in Privathaushalten, Wolf-Ernüchterung in Schweden und Peta-Model entwickelt Verständnis für Jagd
Dezember – Veganer Wirbel um Wohltätigkeitsaktion, Rekordstrecke bei Schwarzwildjagd und Hetze gegen pflichtbewussten Jäger

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