Jahresrückblick für Jagd und Natur: November 2016

Grüne fordern Waffenverbot in Privathaushalten, Wolf-Ernüchterung in Schweden und Peta-Model entwickelt Verständnis für Jagd: Das war der November bei Outfox-World!

Hund

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir haben für Sie noch einmal einen Blick zurückgeworfen, um die bewegendsten, spannendsten und skurrilsten Geschichten des Jahres zusammenzutragen. In zwölf Teilen fassen wir Ihnen das Jahr 2016 zusammen.

Zwei Jagdhunde getötet

Gleich zwei Jagdhunde werden an einem Wochenende unabhängig voneinander Opfer tragischer Unfälle: In Baden-Württemberg wird ein Vierbeiner von einem Auto überfahren, in Hessen erschießt ein Mann einen Hund bei einer Drückjagd. Bei Illingen im Enzkreis findet eine Bewegungsjagd statt, die Jäger warnen die Autofahrer an der nahegelegenen Straße mit Tempolimits und Schildern. Mehrere gut ausgebildete Jagdhunde kommen zum Einsatz. Beim Überqueren der Fahrbahn wird einer von ihnen von einem Auto erfasst und stirbt; der Fahrer sei laut Berichten des Forstamts nicht nur zu schnell gefahren, sondern habe auch nach dem Zusammenstoß nicht einmal angehalten. Der zweite Vorfall ereignet sich im Landkreis Limburg-Weilberg: Ein Hundebesitzer findet seinen Vierbeiner erschossen im Wald auf, ohne seinen GPS-Sender und unter Ästen versteckt. Anfangs geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus. Der vermeintliche Schütze stellt sich jedoch zwei Wochen später der Polizei und gibt an, den Hund bei der Drückjagd unabsichtlich getroffen zu haben. Wahrscheinlich handelt es sich also auch hier um einen tragischen Unfall.

Die ursprüngliche Nachricht können Sie hier nachlesen, das Update zum Fall in Hessen finden Sie hier.

Warum so viele Schweden nicht mehr mit den Wölfen heulen

Ähnlich wie in Deutschland sind die Schweden in den Achtzigerjahren begeistert vom Rückkehrer. Doch schnell wandelt sich die Euphorie zur Ernüchterung, denn mit dem Wolf verändert sich vieles. Unser Autor hat die Heimkehr der Wölfe in die mittelschwedische Provinz hautnah miterlebt. Er berichtet von den Anfängen und der ersten Begeisterung bis zur Ernüchterung und der Wut der Menschen, die heute nicht nur um die Jagd und die Bauern-Kultur fürchten.

Den vollständigen Blog-Beitrag zum Thema Wölfe in Schweden finden Sie hier.

Peta-Model entwickelt Verständnis für die Jagd

Das britische Model Jodie Marsh ist Vollblut-Vegetarierin und posierte in der Vergangenheit schon nackt für die Tierrechtsorganisation Peta. Man will jemandem wie ihr nicht zutrauen, sich verständnisvoll und objektiv mit dem Thema Jagd auseinanderzusetzen, und doch hat es eine Jägerin geschafft, sie von der Notwendigkeit der Jagd zu überzeugen: Für eine TV-Doku trifft sie Instagram-Star Rachel Carrie und lässt sich von ihr die Jagd erklären. Besonders sehenswert ist diese Ausgabe der englischsprachigen Doku-Serie deshalb, weil Jagdgegner und Jäger so selten in einen versöhnlichen Dialog treten. Wie kann man als Frau nur Spaß am Tieretöten haben? Wieso posiert man dann auch noch mit den erlegten Tieren? Marsh stellt Carrie eine Menge Fragen und am Ende sind sich beide überraschenderweise einig: Sie haben gegenseitige Vorurteile abgebaut und ein gesundes Verständnis für das Leben des anderen entwickelt.

Den Blog-Beitrag zur Begegnung von Jägerin und Peta-Model können Sie hier noch einmal nachlesen.

Grüne fordern Waffenverbot in Privathaushalten

Waffen

Foto: Dr. FM

Die niedersächsischen Grünen wollen ein strengeres Waffenrecht – auch NRW-Innenminister Ralf Jäger plädiert für verschärfte Regelungen. Die grüne Landesvorsitzende Meta Janssen-Kucz sagt gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen: „Es hat sich gezeigt, dass es trotz fester Schränke und Kontrollen bei Waffen in Privathaushalten keine absolute Sicherheit gibt.“ Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, kontert: Das Verbot sei für den Bereich der Jagd „vollkommen abwegig“.  Währenddessen fordert NRW-Innenminister Ralf Jäger öffentlichkeitswirksam: Jemand, der einen Waffenschein beantragt, soll beim Verfassungsschutz überprüft werden können. Legale Waffenbesitzer befürchten statt wirksamer Maßnahmen eine „Salami-Taktik“.

Weitere Infos finden Sie im Artikel.

Unsere Jagdhunde (IX): Dackel, Teckel, Dachshund – ein verlässlicher Jagdbegleiter

Ein weiterer Teil unserer Serie „Unsere Jagdhunde“ widmet sich einem Vertreter, der aus Deutschland kaum wegzudenken ist. Mit dem Jäger gehört er zusammen wie Weißwurst und Sauerkraut: der Dackel. Doch wie ist er zu einer solchen Symbolfigur geworden? Was genau macht ihn zu einem verlässlichen Jagdhund? Und für welche Jagdarten und -reviere ist er am besten geeignet?

Die Antworten auf diese und mehr Fragen können Sie in unserem Jagdhund-Porträt nachlesen.

Hier finden Sie unsere weiteren Monatsrückblicke:
Januar – Ein Schäfer denkt ans Aufgeben, Strafanzeigen werden gestellt und Morddrohungen ausgesprochen
Februar – Wolfsrisse, milder Winter und Auswirkungen des NRW-Jagdgesetzes
März – Brandanschlag, Halbautomaten-Urteil und ein offener Brief
April – Folgen des Halbautomaten-Urteils, Fehltritt einer Grünen und Jäger als Detektive
Mai – Anschlag auf Schießstand, Fleischersatz im Test und ein Biber als Geiselnehmer
Juni – Ärger ums Jagdgesetz, Bud Spencer als Erfinder und eine Tierschützer-Attacke
Juli – Entscheidung zu Halbautomaten, Peta-Irrsinn und der Löwe Cecil
August - Polizei-Großeinsatz wegen Erntejagd, Wildschwein-Attacke und Drangsalierung legaler Waffenbesitzer
September – Strafanzeige gegen Tierrechtler, Reh verursacht Penisbiss, Bundesrat zu Halbautomaten
Oktober – Mark Zuckerberg spricht für die Jagd, Weißwedelhirsch wird Youtube-Hit und Übergriff eines Jägers
Dezember – Veganer Wirbel um Wohltätigkeitsaktion, Rekordstrecke bei Schwarzwildjagd und Hetze gegen pflichtbewussten Jäger

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