Jahresrückblick für Jagd und Natur: August 2016

Polizei-Großeinsatz wegen Erntejagd, Wildschwein-Attacke und Drangsalierung legaler Waffenbesitzer: Das war der August bei Outfox-World!

Schwarzwild

Foto: Ryszard Adamus

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir haben für Sie noch einmal einen Blick zurückgeworfen, um die bewegendsten, spannendsten und skurrilsten Geschichten des Jahres zusammenzutragen. In zwölf Teilen fassen wir Ihnen das Jahr 2016 zusammen.

Erntejäger lösen Polizei-Großeinsatz aus

Im meistgelesenen Artikel 2016 geht es um einen skurrilen Großeinsatz der Polizei: Zwei nichtsahnende Waidmänner und ein Landwirt werden von einem schwer bewaffneten Polizei-Großaufgebot überrumpelt, weil Anwohner Schüsse hörten und die Notrufnummer wählten. Der Landwirt ist gerade dabei, seine Felder mit einem Traktor abzuernten. Seine scherzhaft gemeinte Frage „Wollt ihr auch die Wildschweine schießen?“ kommt jedoch nicht besonders gut bei den Beamten an, er findet sich kurz darauf mit erhobenen Händen und einer auf ihn gerichteten Waffe vor seinem Traktor wieder. Auch einer der Jäger wird wenig später von den Polizisten gestellt – er kann die Situation aufklären. Hintergrund: Der Landwirt hat die beiden Jäger verständigt, weil er beim Ernten Wildschweine in seinem Feld entdeckte. Das Großaufgebot rückt wieder ab – ob der Polizei-Einsatz den Schwarzkitteln einen ebensolchen Schrecken eingejagt hat wie allen anderen Beteiligten, ist nicht geklärt.

Die ganze verrückte Geschichte lesen Sie hier.

de Maizière nimmt Besitzer legaler Waffen ins Visier

Terroristen und Kriminelle besorgen sich ihre Waffen selten auf legalem Weg. Diese Tatsache kann Bundesinnenminister Thomas de Maizière jedoch nicht davon abhalten, sein Maßnahmenpaket auf den Weg zu bringen, in dem vor allem die Regeln für den legalen Waffenbesitz verschärft werden. Eigentlich als Antwort auf die Terrorakte in Paris, Orlando und München gedacht, kriminalisiert de Maizière damit legale Waffenbesitzer, anstatt wirksame Maßnahmen gegen illegalen Waffenhandel und Terrorismus vorzuschlagen. Jäger, Sportschützen und Sammler sind angesichts der geplanten Regelungen schockiert: Diese umfassen etwa neue Verbots-Tatbestände für bestimmte halbautomatische Waffen.

Das Video mit de Maizières Rede „Deutschland bleibt ein sicheres Land“, den Maßnahmenkatalog sowie einen offenen Brief des LJV-Präsidenten aus Brandenburg finden Sie in unserem Artikel.

„Einfach mal Leute fragen, die sich auskennen“

Andreas Kieling

Foto: kieling-tour.de / Andreas Kieling

Tierfilmer Andreas Kieling glänzte in der Vergangenheit schon häufiger durch seine fachliche Unkenntnis in Bezug auf Jagd und Natur. Jetzt veröffentlicht er ein Video, in dem er vor dem Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft warnt. Kieling behauptet darin, mit einem roten Kanister in der Hand und auf einem Weizenfeld stehend, dieses werde wie tausende andere Weizenfelder zweimal im Jahr mit Glyphosat besprüht. Doch die Antworten in den sozialen Netzwerken lassen nicht lange auf sich warten. Auch der Agrar-Blogger „Bauer Willi“ kontert, und zwar mit einer fachlich fundierten Video-Antwort auf Kielings Behauptungen. Dass sich im Nachhinein herausstellt, dass der rote Kanister keineswegs ein Behältnis für Glyphosat ist, sondern von Kieling nur wegen seiner Signalwirkung ausgewählt wurde, steht ohnehin auf einem anderen Blatt...

Das Video von „Bauer Willi“ und den gesamten Blogbeitrag finden Sie hier.

Nach Wildschwein-Attacke: Verletzter Jäger per Hubschrauber gerettet

Eine schmerzhafte Begegnung mit einem Keiler haben ein Nachsuche-Jäger und sein Hund in Baden-Württemberg. In der Nacht zuvor waren einige Jäger auf Schwarzwild-Jagd, um Wildschäden an Maisfeldern vorzubeugen. Nachdem ein Jäger einen Schuss auf einen „sehr, sehr starken“ Keiler abgegeben hatte, flüchtete dieser verletzt. Bei Morgendämmerung macht sich ein ausgewiesener Nachsuche-Experte mit seinem Hund auf die Suche nach dem verletzten Tier. Sie spüren es auf, doch selbst drei Schüsse aus dem Jagdgewehr können es nicht zur Strecke bringen. Im Gegenteil: Aggressiv geht es auf Jäger und Hund los, verletzt beide und flüchtet. Der Waidmann erleidet Fleischwunden und Prellungen und muss mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Und wieder schwingt die Nazi-Keule

Die üble Masche, Jäger mit Nazis gleichzusetzen, hat in der militanten Tierschutz-Szene lange Tradition. Der neueste Fall von Nazi-Keule sorgt für Kopfschütteln: In Österreich bricht ein Jäger unter dem massiven Druck aus der autonomen Szene ein und baut seine Kanzel ab. Denn die steht in Sichtweite des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen. Lange hatte es niemanden gestört, dass die Kanzel nahe der Gedenkstätte aufgestellt wurde. Doch nun fanden selbsternannte Antifaschisten, dass die Kanzel dort fehl am Platz sei, und attackierten den Jagd-Besitzer mit wütenden Protesten und Nazi-Vergleichen. Der Jäger sah es zunächst gelassen und bot den Aktivisten sogar an, nach Brotzeit und Bier gemeinsam die Kanzel abzubauen. Das war den Kanzel-Kritikern wohl zu viel Arbeit; stattdessen sägten sie die Kanzel lebensgefährlich an. Wie man auf die Idee kommt, dass ein Hochsitz an einen KZ-Wachturm erinnert, bleibt dem Jäger zwar ein Rätsel, doch er resigniert und baut ihn schließlich ab.

Den Blogbeitrag und die Hintergründe zur Tierschützer-Attacke können Sie hier nachlesen.

Jagdhund erleichtert Einbrecher um Fingerkuppen

Kurioser Fall im nordhessischen Diemelsee: Ein Jagdhund verteidigt die Jagdhütte seines Herrchens während eines Einbruchs und beschert dem Langfinger ein schmerzhaftes Erlebnis. Der Deutsch-Drahthaar-Rüde ist allein in der Jagdhütte, während der Jäger draußen Jagd auf Schwarzwild macht. Als er plötzlich laute Schreie aus Richtung der Hütte vernimmt, macht er sich auf den Rückweg. Dort angekommen, findet er Einbruchsspuren, aber keinen Eindringling mehr – dafür jedoch etwas ganz anderes: Die Blutspritzer und Fleischfetzen am Tatort beweisen, dass der Jagdhund seinem Beschützerinstinkt nachgegangen sein muss und dem Verbrecher beherzt zwei Fingerkuppen abbiss. Der Einbrecher kann entkommen und der Sachschaden in der Jagdhütte ist nur gering.

Die ganze Nachricht lesen Sie hier.

Hier finden Sie unsere weiteren Monatsrückblicke:
Januar – Ein Schäfer denkt ans Aufgeben, Strafanzeigen werden gestellt und Morddrohungen ausgesprochen
Februar – Wolfsrisse, milder Winter und Auswirkungen des NRW-Jagdgesetzes
März – Brandanschlag, Halbautomaten-Urteil und ein offener Brief
April – Folgen des Halbautomaten-Urteils, Fehltritt einer Grünen und Jäger als Detektive
Mai – Anschlag auf Schießstand, Fleischersatz im Test und ein Biber als Geiselnehmer
Juni – Ärger ums Jagdgesetz, Bud Spencer als Erfinder und eine Tierschützer-Attacke
Juli – Entscheidung zu Halbautomaten, Peta-Irrsinn und der Löwe Cecil
September – Strafanzeige gegen Tierrechtler, Reh verursacht Penisbiss, Bundesrat zu Halbautomaten
Oktober – Mark Zuckerberg spricht für die Jagd, Weißwedelhirsch wird Youtube-Hit und Übergriff eines Jägers
November – Grüne fordern Waffenverbot in Privathaushalten, Wolf-Ernüchterung in Schweden und Peta-Model entwickelt Verständnis für Jagd

Dezember – Veganer Wirbel um Wohltätigkeitsaktion, Rekordstrecke bei Schwarzwildjagd und Hetze gegen pflichtbewussten Jäger

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!