Ein Sieg macht Peta sprachlos

Im schwäbischen Memmingen dürfen womöglich auch Frauen Fische töten

Nach dem traditionellen Abfischen des Stadtbachs in Memmingen, wird die größte gefangene Forelle zur „Königsforelle“ gekürt. Hier zu sehen: Regenbogenforellen. (Symbolbild: Katharina N.)

Nach dem traditionellen Abfischen des Stadtbachs in Memmingen, wird die größte gefangene Forelle zur „Königsforelle“ gekürt. Hier zu sehen: Regenbogenforellen. (Symbolbild: Katharina N.)

Achtung Ironie: Womöglich dürfen auch Frauen bald Tiere quälen. Sie haben sich in erster Gerichtsinstanz die aktive Teilnahme am Memminger Fischertag erstritten. Und für Peta ist diese Traditionsveranstaltung organisierte Tierquälerei. 

Die treibende Kraft beim Streben nach solcher Gleichberechtigung ist nicht nur Frau, sondern obendrein auch noch Tierärztin: Christiane Renz gehört seit bald 30 Jahren dem Fischertagsverein an und will künftig mit ihren Mitstreiterinnen auch aktiv dabei sein, wenn sich die Stadtfischer vor johlendem Publikum mit Keschernetzen bewaffnet in den Stadtbach stürzen. 

Wir wollen in diesem Zusammenhang nicht über Wechselbeziehungen zur wachsenden Zahl weiblicher Jagdschein-InhaberInnen spekulieren. Aber dass Damen am massenhaften Tieretöten teilnehmen wollen, passt nun mal so gar nicht in die (un)heile Welt von Peta & Co. Und dass Peta noch im vergangenen Jahr den Kampf um fischereiliche Gleichberechtigung nicht weiter schlimm fand, war wohl nur ein Denkfehler. 

Noch ist der egalitäre Richterspruch nicht rechtskräftig. Fischer-Männer haben Rechtsmittel angekündigt. Und Peta, wo man Memmingen noch im vergangenen Jahr zur „tier- und frauenfeindlichsten Stadt Bayerns“ erklärte, schweigt bisher zum Etappensieg der schwäbischen Frauen.

Das könnte Sie auch interessieren

Folgen Sie uns!