Biber in Bayern auf der Speisekarte

Biber haben sich in vielen Regionen wieder ausgebreitet – so sehr, dass sie mitunter große Schäden anrichten. In Bayern werden deshalb immer wieder Tiere entnommen und anschließend auch verwertet.

Ein Biber auf der Wiese

Foto: SteveRaubenstine

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen fühlt sich der Biber pudelwohl. Tatsächlich nimmt die Population mitunter überhand, zum Beispiel rund um den Staffelsee. Wie der Merkur berichtet, wurden bis zum Mai dieses Jahres deswegen über 50 Tiere mit einer Ausnahmegenehmigung durch örtliche Jäger getötet.

Die Jäger dürfen die Biber anschließend verwerten. Sie nutzen das Fell, aber insbesondere das schmackhafte Fleisch der Tiere: „Das ist Fleisch ist sehr sehr gut, zwischen Rind und Reh“, berichtet ein Waidmann, der anonym bleiben möchte. Schon vor Jahrhunderten wurden die Tiere deswegen bejagt und dienten beispielsweise Mönchen als Speise während der Fastenzeit – schließlich, hieß es damals, lebten Biber im Wasser und seien deswegen Fische.

Biberfleisch bleibt auch heutzutage ein „exklusiver“ Genuss: Aufgrund naturschutzrechtlicher Bestimmungen darf das Fleisch nicht kommerziell vermarktet werden. Genau das, fordert Bayerns Bauernpräsident Walter Heidl, müsse überdacht werden. „Statt auf die Rote Liste gehört der Biber auf die Speisekarte“, so Heidl und regt an, dass zukünftig eine Vermarktung erlaubt sein sollte.

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