Drei Luchse entlaufen, Kuder „Tamino“ tot

Das Luchs-Gehege des Nationalparks Harz zieht traurige Bilanz nach Sturmtief „Sabine“

Umgefallene Buchen töteten Luchs „Tamino“ und ermöglichten drei weiteren Tieren die Flucht. (Beispielbild: Elli Stattaus)

Umgefallene Buchen töteten Luchs „Tamino“ und ermöglichten drei weiteren Tieren die Flucht. (Beispielbild: Elli Stattaus)

Im Zuge des Sturmtiefs „Sabine“ fielen zwei alte Buchen auf das Luchsgehege „an den Rabenklippen“ bei Bad Harzburg (Lkr. Goslar) in Niedersachsen.

Die Bäume zerstörten Zäune zweier Luchsgehege, töteten den 15-jährigen Kuder „Tamino“ und öffneten drei weiteren Tieren, die auch bisher noch nicht wieder eingefangen werden konnten, den Weg in die freie Wildbahn.

Der Leiter des Luchs-Projektes Ole Anders schätzt die Überlebenschance der entlaufenen Luchse, nach denen derzeit noch gesucht wird, als gut ein:

„Es gibt eine gute Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Weile klarkommen. Sie sind gut genährt und können auch ohne Jagderfolg ca. zwei Wochen überstehen", wird Anders in einer Mitteilung des Nationalparks Harz zitiert.

Ein größeres Risiko für die Gehege-Tiere sieht der Luchs-Experte „in möglichen Rivalenkämpfen mit wildlebenden Luchsen, in die die Tiere in der aktuellen Paarungszeit geraten könnten“. 

Der Nationalpark Harz bittet alle, die Hinweise auf den Verbleib der Tiere geben können oder aktuell Luchssichtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0170 206 1123 direkt an Ole Anders oder unter der Nummer 03943 5502-0 an die Nationalpark-Zentrale zu wenden.

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